Mittwoch, 10. April 2019, 19.00

 

NichiteanuTrio

Danae Papamatthäou-Matschke, Violine

 Andra Nichiteanu, Viola

 Johannes Raab, Violoncello

 

 

 

 

Ludwig van Beethoven

Streichtrios Opus 9, Nr. 1 – 3

 

      

 

Im Frühwerk Ludwig van Beethovens nehmen diese Streichtrios einen prominenten Platz ein.

Die drei Werke, 1796-98 komponiert und im Juli 1798 veröffentlicht, zählen zu den bedeutendsten Frühwerken des Komponisten, wie schon die Beethoven-Biographie von Thayer und Riemann vermerkt. “Keins von den bisherigen Werken kann sich an Schönheit und Neuheit der Erfindung, Geschmack der Ausführung, Behandlung der Instrumente usw. mit diesen Trios messen; sie überragen im ganzen sogar auch die bald nachher erschienenen Quartette (op. 18).”

 

 

 

 

Unkostenbeitrag: Erw. € 20,00 * Schüler / Studenten € 10,00

 

 

Schon seit einigen Jahren musizieren die Mitglieder des Nichiteanu Trio in den unterschiedlichsten Kombinationen miteinander. So ist es nicht verwunderlich, dass sie sich 2017 zu einem festen Streichtrio formierten, um sich der herrlichen Literatur dieser Gattung zu widmen. Dieser Entschluss erwuchs vor allem aus gegenseitigem Respekt und gemeinsamen musikalischen Vorstellungen. Markenzeichen des Nichiteanu Trio sind seine Expressivität und der unbedingte gemeinsame Wille, stets nach dem Kern der Musik zu suchen. Die drei Solisten sind vereint in dem Wunsch, sich mit der Struktur, dem Aufbau sowie dem kulturellen Hintergrund der Werke zu beschäftigen und sie auch intellektuell zu durchdringen. Auf der anderen Seite ist ihnen der emotionale, intuitive Zugang zur Musik nicht minder wichtig. Sie sind stets bestrebt, sich ihr mit großer Lust hinzugeben und die Musik so intensiv wie nur möglich zu erleben und erlebbar zu machen. Benannt hat sich das Ensemble nach dem 2014 verstorbenen Violisten Marius Nichiteanu, dem Vater von Andra Nichiteanu. Er ist den Musikern in vielerlei Hinsicht ein großes Vorbild, sowohl als Persönlichkeit, als Lehrer und in besonderer Weise als leidenschaftlicher Kammermusiker, der mit seinem "Trio Inorog" auch in Brache ebenfalls höchst erfolgreich Streichtrio gespielt hat.

 

Danae Papamatthäou – Matschke

zählt zu den vielversprechendsten griechischen Violinisten der jungen Generation.

Geboren 1988 in Athen, begann sie im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel. 2002 wird sie Schülerin am Musikgymnasium Schloss Belvedere – Weimar, Violinklasse Prof. J. Witter. Anschließend studiert sie bei Prof. Igor Ozim an der Universität Mozarteum in Salzburg, wo sie ihre Studien mit dem „Master of Arts“ mit Auszeichnung abschließt. Gegenwärtig widmet sie sich postgradualen Studien, Hochschule für Musik und Theater Hamburg / Violinklasse Prof. Tanja Becker-Bender, als Stipendiatin der „Alexandros S. Onassis“-Stiftung. Besondere künstlerische Impulse gaben ihr internationale Meisterkurse u.a. bei Igor Ozim, Ana Chumachenko, Zakhar Bron, Donald Weilerstein, Vanya Milanova, Boris Garlitsky, Tanja Becker – Bender, Christiane Hutcap und dem Szymanowski – Quartett. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Erste Preise gewann sie beim Internationalen Violinwettbewerb „Andrea Postacchini“, beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, beim Internationalen Violinwettbewerb „Henri Marteau“ und dem Internationalen Wettbewerb für junge Solisten „Ersi Saratsi“.

Als Solistin arbeitet sie mit einer Vielzahl von Sinfonieorchestern. Im Kammerensemble konzertierte sie in Deutschland, Griechenland, Italien, Schweiz, Österreich, Slowenien, Zypern, China und Amerika. Sie gastierte bei internationalen Musikfestivals und renommierten Musikzentren, wie Elbphilharmonie, Athens Concert Hall, Thessaloniki Concert Hall, National Centre for the Performing Arts Peking, Gewandhaus Leipzig, u.a. Ihr besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik.

Für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks erhielt sie den Sonderpreis beim Internationalen „Szymon Goldberg Award“. 2010 brachte sie die „Sprüche im Wind“ für Violine und Klavier von Dimitris Terzakis (Danae Matschke gewidmet) zur Uraufführung. Gegenwärtig arbeitet sie an einer Dissertation über griechische Violinsonaten. Zwei CD-Produktionen bei der Firma Irida Classical präsentieren Einspielungen mit Werken von J. S. Bach, L. v. Beethoven, E. Bloch, C. Franck, C. Debussy, M. Ravel und D. Terzakis.

Danae Papamatthäou - Matschke gehört zu den Künstlern des Vereins „Yehudi Menuhin Live Music Now“.  Für ihre künstlerischen Leistungen wurde sie mit einem „Hermann und Milena Ebel“ Stipendium ausgezeichnet. 2017 wird Ihre viel versprechende künstlerische Karriere durch die Vergabe eines Stipendiums von der „Berenberg Bank Stiftung von 1990“ gefördert.

 

Andra Heesch,

geb. Nichiteanu.  Mit diesem Namen verbindet sie alles, was ihr musikalisches Leben geprägt hat. Schon mit vier Jahren begann sie den Violinenunterricht bei ihrem Vater, Marius Nichiteanu.

Sie studierte Violine bei Prof. Winfried Rüssmann und Viola bei Prof. Thomas Selditz an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Meisterkurse besuchte sie bei Prof. Thomas Brandis, Prof. Nobuko Imai und Prof. Tabea Zimmermann. Großer Schwerpunkt ihrer musikalischen Tätigkeit ist die Kammermusik, so spielte sie u.a. beim „Enescu Festival“ in Bukarest, dem Schleswig Holstein Musikfestival mit renommierten Musikern, wie Liviu Prunaru (Konzertmeister Royal Concertgebouw Orchestra), Florin Paul (Konzertmeister NDR-Elbphilharmonieorchester), Prof. Niklas Schmidt (HfMT und Trio-Fontenay). 

Regelmäßige Tourneen führten sie nach Japan, Korea, China, Spanien, Frankreich, Italien, Rumänien, Österreich, in die Schweiz und nach Nord- und Südamerika. Sie spielte in vielen verschiedenen Orchestern, u.a. den Hamburger Symphonikern, den Hamburger Philharmonikern, dem NDR-Elbphilharmonieorchester, dem WDR-Sinfonieorchester, dem hr-Sinfonieorchester, dem BR-Sinfonieorchester und den Münchner Philharmonikern. Andra Heesch spielt eine Viola erbaut von Girolamo Brensio aus dem Jahr 1536.

 

Johannes Raab

wurde 1985 in Leipzig geboren. Seinen ersten Unterricht erhielt er im Alter von sieben Jahren vom ehemaligen Solocellisten des NDR Sinfonieorchesters Hamburg, Edwin Koch. Mit 15 Jahren wurde er schulbegleitend zum Studium an der Musikhochschule Lübeck in die Klasse von Prof. Troels Svane, dem damaligen Assistenten von Prof. David Geringas, aufgenommen. Anschließend studierte er an der Musikhochschule „Carl-Maria von Weber“ Dresden bei Prof. Konstantin Heidrich (Fauré Klavierquartett), Prof. Peter Bruns und Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt. Darüber hinaus vertiefte er seine Studien bei internationalen Meisterkursen, wie zum Beispiel bei Mstislav Rostropowitsch, Boris Pergamentschikow, Bernard Greenhouse (Beaux Arts Trio), Miklós Perényi, Wolfgang Boettcher, David Geringas, Alban Gerhardt, Jens-Peter Maintz, Stephan Forck und Götz Teutsch. Er gab zahlreiche Recitals, beispielsweise beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Einblicke in die Aufführungspraxis der Alten Musik, der er mehrere Jahre seines Studiums widmete, erhielt er durch die intensive Arbeit mit Prof. John Holloway (Barockgeige) und Prof. Ludger Rémy (Cembalo). Abgerundet wurde seine Ausbildung als Substitut der Dresdner Philharmoniker und als Stipendiat der Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Staatskapelle Dresden. Seit 2010 führten ihn Engagements als Solocellist von der Anhaltischen Philharmonie Dessau über das Saatsorchester Kassel nach Hamburg, wo er bis 2016 im Philharmonischen Staatsorchester engagiert war. Heute is Johannes Raab ein gefragter Kammermusiker. Mit seinen Trios - Nichiteanu Trio und dem Trio Abaton, aber auch im Kammerorchester Louis Spohr oder der Hamburger Camerata ist er weit über die Grenzen Deutschlands hinaus aktiv. Auch als Pädagoge führten ihn Meisterkurse schon bis nach Südamerika.

Er spielt ein Instrument von Carlo Antonio Testore, Mailand 1741.